Das grosse Rallye-Erlebnis für winterharte Fahrer!

RAID-News Oktober 2017
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Der 15. WinterRAID startet am 17. Januar 2018.
Das grosse Rallye-Erlebnis für winterharte Fahrer!
 
Erstmals wird mit der grossen Winterrallye der Passo Brocon (1616 m.ü.M.) gefahren. Der Name leitet sich vom Wort Schneeheide ab. Der Brocon ist lang, steil und schmal - genau das, was winterharte Rallyefahrer suchen!
Interessant ist auch seine Geschichte.
Im Krieg von 1866 verlor Österreich-Ungarn das zuvor österreichische Venetien an das erst vor kurzem vereinten Königreich Italien. In der Folge musste, wer über den Passo die Rolle ins Valsugana wollte, einige Kilometer über italiens Territorium zurücklegen. Dieser Sachverhalt schien dem österreichischen Militär untragbar.
Dennoch dauerte es bis 1907, bis mit dem Bau der 45 km langen Passstrasse begonnen wurde.

Die strategisch wichtige Strasse, deren Bau 2,5 Mio. Kronen kostete, wurde am Denkmal auf der
Passhöhe 1908 eingeweiht, möglicherweise sogar in Anwesenheit  ihrer kaiserlichen Hoheit Franz Josef, dem Gatten der legendären Kaiserin Sisi.
Nach dem ersten Weltkrieg und dem Alpenkrieg in den Dolomiten, fiel der Pass 1918 and Italien.
Die österreichischen Inschriften am Denkmal wurden mit Marmor zugedeckt und seither ist es ein Denkmal für die heldenhaften italienischen Carabinieri. Sic transit...
1918 kam bekanntlich das ehemals öster-reichische Südtirol an Italien und damit verlor der Pass seine Bedeutung. Er ist wenig befahren, an vielen Stellen seit seinem Bau kaum verändert.
Ein fahrerisches Erlebnis und eine historisch hochinteressante Geschichte: der WinterRAID macht's möglich!
 
Ranglisten 27. RAID SUISSE-PARIS 2017
Das alles ist neu am 15. WinterRAID
Der Prolog St. Moritz. Er dauert einen halben Tag, immer wieder wird durch St. Moritz gefahren. Dem Sieger wirkt der legendäre "White Star of St. Moritz"
  • Neues RAID-Hotel: Schlosshotel Pontresina. Renoviert, beste Küche, spezielles Ambiente
  • Am 17. Januar 2018 Start auf der Schneepiste von Montebello in Pontresina. Die Wiederaufnahme einer WinterRAID-Exklusivität
  • Neue Routen, neue Pässe, neue Prüfungen
  • Insgesamt 25 Pässe in der Schweiz und in Italien
  • Fondue-Essen und Preisverleihung im Hotel Reine Victoria in St. Moritz Bad
Ranglisten 27. RAID SUISSE-PARIS 2017
 
Geschichten, die der RAID schrieb:
Wie man trotz irreparabler Panne am Oldtimer dennoch rechtzeitig in Beaune eintrifft
In der Geschichte des RAID und für viele bestehende Teilnehmer des RAID SUISSE-PARIS ist das Team Dörfliger ein fester Begriff. Jedes Jahr stellt der Unternehmer Reinhold Dörfliger ein Team aus Oldtimerenthusiasten am Juranordfuss.
Der Initiant des legendären Dörfliger-Teams trat den diesjährigen RAID mit seinem fast ebenso legendären Jensen Interceptor III Cabriolet von 1974 an. Als Kenner der Rallye und Ihrer Eventualitäten liess er den Jensen in seiner firmeneigenen Werkstatt kontrollieren – alles wurde für gut befunden.

Der Start in Basel verlief problemlos, aber kurz nach der französischen Grenze stellte er fest, dass sich die elektrisch betätigten Seitenscheiben nur sehr langsam bewegten. Eine Kontrolle ergab, dass sich auch das Dach nicht mehr elektrisch schliessen liess. Und schlussendlich liess sich das schöne englische Cabriolet nicht mehr starten. Befund: die Batterie!
Unser Fahrer hat vorgesorgt: Booster aus dem Kofferraum geholt, Anlassversuch – es zeigte sich, der Booster war nicht geladen. Zum Glück fuhren Rolf und Manuel Wyss vom Team Dörfliger in ihrem Ford Mustang dem Teamleader hinterher: eine Überbrückung gelingt, mit vereinten Kräften kann das Dach manuell geschlossen werden, der Jensen läuft! Es regnet bereits stark.
 
Reinhold Dörfliger:
Mitmachen ist wichtiger als gewinnen!
In Delle überlegt sich Reinhold Dörfliger, dass er von hier aus in einer Stunde im Solothurner Jura, in Gänsbrunnen, sein und dort ein andere Auto übernehmen könnte. Gesagt, getan: Ohne Licht, ohne Scheibenwischer und ohne Blinklichter erreicht die Equipe Dörfliger den Steinbruch von Gänsbrunnen. Im strömenden Regen wird das Auto gewechselt, umgeladen – und Teamleader Dörfliger mit Begleitung prescht in einem (modernen) Porsche über die Autobahn. Und erreicht als drittes Auto das Ziel in Beaune!
Der RAID schreibt eben manchmal die tollsten Geschichten…
 
Bitte nicht nachplappern!
Alfa Romeo Coupé: kein Bertone
Renault 4 CV: kein Cremeschnittchen
Wer (auch) deutsche Oldtimermedien liest, stösst dort sein ungefähr 20 Jahren immer wieder auf kuriose Bezeichnungen von Automobilen.
So beispielsweise wird das Alfa Romeo Coupé, das von Bertone entworfen wurde und 1962 in Serie ging, als "Alfa Bertone", im besten Fall als "Alfa Romeo Bertone" bezeichnet. Das Auto aber hiess sein ganzes Leben lang bloss Alfa Romeo Giulietta, bei den meisten Varianten mit den Zusatz "Sprint". Die erfolgreiche Serie endete 1977 mit dem Alfa Romeo TG Junior. Die saloppe Bezeichnung Alfa Bertone ist neudeutsch und absolut falsch.
Ja und erst das "Cremeschnittchen"!
Niemals - weder in der Schweiz noch sonstwo - trug der Renault 4 CV oder Renault Heck, wie er bei uns hiess, diesen Patisserie-Namen.
Auch diese Bezeichnung ist eine neudeutsche Erfindung.
Wahr aber ist, dass die ersten 1946 bis 1947 gebauten Autos dieses erfolgreichen franzö-sischen Kleinwagens sandgelb lackiert waren.
Die Farbe stammte aus Farblagern der in Afrika geschlagenen Armee von Rommel, dem so-genannten Wüstenfuchs. Mit dieser (Tarn-)Farbe wurden die deutschen Fahrzeuge und Panzer lackiert, die in der Wüste kämpften. Und weil Lackfarbe (überhaupt Farbe) unmittelbar nach dem Krieg Mangelware war, behalf man sich bei Renault mit Beutebeständen.

Das Wort "Cremeschnittchen" war niemals im Sprachgebrauch. Umso befremdlicher, dass der Markenimporteur der Schweiz in seiner Jubiläumsbroschüre 2017 vom "Klassiker 4CV, der liebevoll "Cremeschnittchen" genannt wurde" schwärmt…
Lassen Sie diesen und anderen historischen Autos doch die Bezeichnung, die sie immer trugen!
* Die RAID-Empfehlungen erscheinen in loser Folge und berichten über Interessantes, dem die Mitarbeiter der Organisation RAID bei ihrer Tätigkeit im In- und Ausland begegnen. Die Beiträge geben die Empfehlungen der Betreffenden wieder und wurden mit niemandem abgesprochen. In keiner Weise sind die Texte mit Werbung oder Sponsoring verknüpft.
 
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